Moʻynoq, Kleinstadt in Usbekistan
Moynaq ist eine Stadt in Karakalpakstan, Usbekistan, die nahe der Wüste liegt und einst ein belebter Hafen am Rande des Aralsees war. Die Stadt ist heute etwa 150 Kilometer vom Wasser entfernt und zeigt verlassene Schiffe, die auf trockener Erde sitzen, sowie ausgetrocknete Landstriche mit Salzkrusten und minimaler Vegetation.
Moynaq war lange Zeit ein blühender Fischereihafen, bis die Sowjetunion in den 1960er Jahren die Flüsse Amu Darya und Syr Darya ableitete, um Baumwollfelder zu bewässern. Diese Umleitung entzog dem Aralsee das Wasser, was zum Austrocknen der Meer und zum Zusammenbruch der lokalen Fischereiwirtschaft führte.
Moynaq ist geprägt von der Karakalpak-Kultur und Tradition, die in der lokalen Bevölkerung lebendig bleibt. Die Menschen hier sprechen neben Usbekisch auch Karakalpakisch und Russisch, und ihre Geschichte ist eng mit dem Fischfang und der Seefahrt verbunden, was sich in ihrem Umgang mit der veränderten Landschaft zeigt.
Moynaq ist am besten mit dem Auto zu erkunden, da die Entfernung zu den Schiffswracks und zum Wasser zu groß zum Laufen ist und Touren mit Geländewagen verfügbar sind. Besucher sollten auf trockenes, staubiges Wetter vorbereitet sein und sich warme Kleidung und Sonnenschutz mitnehmen, da die Landschaft kaum Schutz vor den Elementen bietet.
Seit 2018 findet in Moynaq das Musikfestival Stihia statt, bei dem Künstler und Musiker aus verschiedenen Ländern zwischen verlassenen Schiffen auftreten und tanzen. Das Festival zieht trotz der staubigen Winde Tausende von Besuchern an und verbindet Kunstkultur mit der Geschichte des ausgetrockneten Sees.
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