Moynaq ship graveyard, Schiffsfriedhof in Moynaq, Usbekistan
Das Schiffsfriedhof von Moynaq ist eine Ansammlung verlassener Fischerboote, die über die Wüste verstreut liegen, wo einst das Ufer des Aralsees verlief. Die Stahlrümpfe ragen aus dem Sand hervor, manche auf der Seite liegend, andere noch aufrecht, alle von Rost überzogen und von der Sonne ausgeblichen.
Die Boote blieben in den 1960er Jahren zurück, als sowjetische Bewässerungsprojekte den Flüssen Wasser entzogen und das Aralmeer sich schnell zurückzog. Innerhalb von drei Jahrzehnten verschwand das Wasser vollständig aus dieser Gegend und hinterließ die Schiffe viele Kilometer vom neuen Ufer entfernt.
Die aufgegebenen Schiffe dienen oft als Hintergrund für Arbeiten lokaler Künstler und Fotografen, die die Geschichte der verlorenen Fischer dokumentieren. Besucher sehen regelmäßig kleine Denkmäler und Inschriften, die an die Kinder und Enkel der ehemaligen Besatzungen erinnern, welche noch immer in der Gegend leben.
Der Ort liegt etwa 200 Kilometer nördlich von Nukus und ist über unbefestigte Straßen erreichbar, die bei Regen schwierig werden können. Ein kleines Museum in der Stadt zeigt Fotografien und Gegenstände aus der Zeit, als hier noch gefischt wurde.
Ein jährliches Festival für elektronische Musik namens Stihia verwandelt die Schiffswracks in eine Open-Air-Konzertbühne unter freiem Himmel. Die Veranstaltung zieht Musiker und Besucher an, die zwischen den rostigen Rümpfen tanzen und dabei eine ungewöhnliche Verbindung zwischen Industrieverfall und moderner Kunst erleben.
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