Uchquduq, Uranmine und Industriestadt in der Region Navoiy, Usbekistan
Uchkuduk ist eine Bergbaustadt und Uranförderstätte im Nordwesten der Region Navoiy im Kyzylkum-Wüstengebiet. Die Siedlung verteilt sich um mehrere Abbaufelder, in denen uranhaltige Gesteinsschichten unter der sandigen Oberfläche liegen.
Geologen stießen 1958 auf ergiebige Uranvorkommen, woraufhin die Sowjetunion rasch eine Bergbausiedlung errichtete. Der Zugang zur Ortschaft blieb bis 1979 beschränkt, da die Anlage militärisch kontrolliert wurde.
Der Name leitet sich von den drei Brunnen ab, die einst in dieser Wüstengegend die Wasserversorgung sicherten. Heute erinnern lokale Straßennamen und Stadtteile an diese ursprüngliche Bedeutung.
Die Anreise erfolgt meist über Straßenverbindungen aus Navoi, wobei man sich durch flache Wüstenlandschaft bewegt. Besucher sollten auf längere Fahrten ohne Schatten und begrenzte Versorgungsmöglichkeiten vorbereitet sein.
Die Fördermethode nutzt chemische Lösungen, die unterirdisch durch das Gestein zirkulieren und das Uran herauslösen, ohne dass Stollen gegraben werden müssen. Dadurch verändert sich die Oberfläche nur geringfügig, und die Arbeiten bleiben weitgehend unsichtbar.
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