Sherdor madrasah, Islamisches Museum und Bildungsgebäude am Registan-Platz, Samarkand, Usbekistan
Das Sherdor-Madrasa ist ein Lehr- und Museumsgebäude auf dem Registan-Platz und besticht durch eine symmetrische Fassade mit zwei hohen Minaretten, gerippten Kuppeln und aufwendigen Mosaiken an den Außenwänden. Das Gebäude dient heute als Ausstellungsraum und zeigt Exponate zur islamischen Kultur und Bildungsgeschichte der Region.
Das Gebäude entstand im frühen 17. Jahrhundert als Reaktion auf die wachsende Bedeutung der Medressenbildung in der Stadt. Es wurde als Gegenstück zu einem älteren Madrasa-Gebäude konzipiert und repräsentiert die Architekturtrends dieser Epoche.
Das Eingangsportal zeigt ungewöhnliche Tigermotive mit Sonnensymbolen auf ihren Rücken, was von den traditionellen Einschränkungen der islamischen Dekoration abweicht. Diese Tiermotive sind in der islamischen Architektur selten und geben dem Gebäude einen eigenständigen Charakter.
Der Zugang ist während der Öffnungszeiten geöffnet und Besucher können die inneren Höfe erkunden und von erhöhten Positionen aus Ausblicke über den Platz genießen. Die Gegend ist leicht zu Fuß erreichbar und es gibt in der näheren Umgebung ausreichend Platz zum Spazieren.
Das Gebäude enthält Symbole und Motive, die in der islamischen Bildkunst normalerweise vermieden werden, was auf einen lokalen oder regionalen Unterschied in den Designregeln hindeutet. Diese Merkmale machen es zu einem interessanten Beispiel dafür, wie sich künstlerische Konventionen in verschiedenen Teilen der islamischen Welt unterschieden.
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