Shohizinda, Timuridische Nekropole in Samarkand, Usbekistan
Shah-i-Zinda ist ein Ensemble aus elf Grabbauten auf einem sanften Hügel am Rande der historischen Stadt Samarkand in Usbekistan. Die Mausoleen reihen sich entlang einer schmalen Gasse, jede Fassade überzogen mit glasierten Fliesen in Blautönen, Türkis und weißen geometrischen Mustern.
Die ersten Grabbauten entstanden im 11. Jahrhundert auf dem vermeintlichen Grab eines Gefährten des Propheten Mohammed, weitere folgten zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert unter der Herrschaft der Timuriden. Spätere Generationen von Herrschern und Adeligen wählten diesen Ort als ihre letzte Ruhestätte.
Das persische Wort bedeutet lebender König und bezieht sich auf die Pilger, die hier seit Jahrhunderten Gebete an den Gräbern verrichten. Diese Tradition hält bis heute an, mit Besuchern aus der gesamten Region, die am frühen Morgen für ihre Ahnen beten.
Ein breiter Treppenaufgang aus Marmor führt vom Eingang hinauf zur Anlage, was etwa zehn Minuten dauert bei gemächlichem Tempo. Der Weg zwischen den Gebäuden ist schmal, daher sind die Morgenstunden am angenehmsten, bevor größere Gruppen eintreffen.
Die Fliesen an den Wänden spiegeln das Sonnenlicht unterschiedlich je nach Tageszeit, wodurch sich die Farbtöne von hellem Türkis zu tiefem Blau verschieben. Einige Mausoleen zeigen auch seltene Terrakotta-Ornamente unter den Glasuren, die aus früheren Bauphasen stammen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.