Miraflores-Palast, Präsidentenpalast in Caracas, Venezuela
Der Palacio de Miraflores befindet sich an der Avenida Urdaneta im Zentrum von Caracas und dient als Hauptarbeitsplatz des venezolanischen Präsidenten. Das neoklassizistische Gebäude verfügt über mehrere Flügel mit Büros, Empfangssälen und einem speziellen Kabinettssaal, in dem sich der Ministerrat versammelt.
Der italienische Architekt Giuseppe Orsi begann 1884 mit dem Bau für Präsident Joaquín Crespo. Das Gebäude wurde 1911 offiziell zum Präsidentenpalast, nachdem es zuvor als Privatresidenz und zeitweise als Regierungsbüro gedient hatte.
Der Boyacá-Saal erinnert an eine Schlacht, die zur Unabhängigkeit mehrerer Länder im nördlichen Südamerika beitrug. In diesem und anderen zeremoniellen Räumen empfängt die venezolanische Regierung Staatsgäste und hält offizielle Treffen ab, wobei die klassische Architektur den Rahmen für die diplomatische Arbeit bildet.
Der Palast ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, da er als aktiver Regierungssitz dient. Besucher können das Gebäude von außen von der Avenida Urdaneta aus sehen, wo die neoklassizistische Fassade und die umgebenden Gärten erkennbar sind.
Das Palastarchiv bewahrt mehr als 15 Millionen Seiten präsidialer Dokumente auf, die bis zur Regierung von Cipriano Castro zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Diese Sammlung ermöglicht Forschern den Zugang zu mehr als einem Jahrhundert venezolanischer Regierungsgeschichte an einem Ort.
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