Caracas, Hauptstadt im Norden Venezuelas
Caracas erstreckt sich über ein Tal auf 920 Metern Höhe, umgeben von Bergen und durchquert vom Fluss Guaire, der durch bebaute Gebiete fließt. Hochhäuser wechseln sich mit niedrigen Wohnblocks ab, während steile Hänge mit informellen Siedlungen bedeckt sind, die zu den Berggipfeln hinaufklettern.
Der spanische Hauptmann Diego de Losada gründete die Siedlung am 25. Juli 1567 nach der Niederlage lokaler Stämme und der Kontrolle über das Tal. Sie wurde im 18. Jahrhundert Hauptstadt der Provinz Venezuela, bevor Simón Bolívar von hier aus die Unabhängigkeitsbewegung gegen das spanische Reich startete.
Im Bellas Artes Park versammeln sich Familien, Straßenverkäufer und Musikgruppen, die abends lokale Rhythmen wie Joropo und Salsa spielen. In den Straßen von Los Palos Grandes verkaufen Händler frischen Zuckerrohrsaft und frittierte Empanadas, während Anwohner auf Plastikstühlen vor ihren Geschäften sitzen und dem Treiben zusehen.
Das Metrosystem verbindet verschiedene Viertel durch unterirdische Linien und ein Netzwerk von Metrobusrouten, die äußere Stadtteile erreichen. Besucher sollten die Metro für längere Fahrten nutzen und damit rechnen, dass Straßen besonders während der Morgen- und Nachmittagsstunden verstopft sind.
Kleine Kaffeeplantagen bestehen weiterhin an den Hängen des Nationalparks El Ávila und bewahren eine jahrhundertealte landwirtschaftliche Tradition innerhalb der Stadtgrenzen. Der Berg selbst fungiert als natürliche Klimabarriere, die die Bedingungen der Stadt von der heißeren Küstenzone nur wenige Kilometer nördlich trennt.
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