Complejo Cultural Teresa Carreño, Opernhaus in Bellas Artes, Venezuela.
Das Teresa Carreño Cultural Complex ist ein Opernhaus im Stadtviertel Bellas Artes in Caracas, dessen massive Betonflächen und kantige Formen die Architekturprinzipien des Brutalismus verkörpern. Die beiden Hauptsäle bieten sehr unterschiedliche Dimensionen: der größere Saal mit mehrstöckigen Rängen und der kleinere für intimere Vorstellungen, beide mit Holzpaneelen an den Wänden und mächtigen Decken.
Pedro Antonio Ríos Reyna begann in den siebziger Jahren mit der Planung eines dauerhaften Sitzes für das Venezuela Symphonieorchester, was zur Grundsteinlegung des Komplexes führte. Die Bauarbeiten zogen sich über mehrere Jahre hin, bis die Eröffnung schließlich den wachsenden Bedarf an moderner Kulturinfrastruktur in der Hauptstadt deckte.
Der Name ehrt die venezolanische Pianistin Teresa Carreño, deren Ruf als Virtuosin des 19. Jahrhunderts bis heute den Kulturstolz des Landes prägt. Das Gebäude dient als Heimstätte mehrerer nationaler Ensembles, deren Proben und Auftritte den Raum nahezu täglich mit Musik füllen.
Die Vorstellungen finden meist abends statt, sodass sich ein Besuch am späten Nachmittag empfiehlt, um die Umgebung in Ruhe zu erkunden. Das Gebäude liegt zentral in Caracas und ist mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, wobei die Parkplätze in der Nähe begrenzt sein können.
Der venezolanische Künstler Jesús Rafael Soto integrierte seine kinetischen Kunstwerke direkt in die Architektur, sodass feine Metallstäbe und bewegliche Elemente mit den massiven Betonwänden verschmelzen. Diese künstlerischen Interventionen verwischen die Grenze zwischen Skulptur und Baustruktur und verändern den Eindruck je nach Standort und Lichteinfall des Betrachters.
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