Delta Amacuro, Bundesstaat im Nordosten Venezuelas.
Delta Amacuro ist ein Bundesstaat im Nordosten Venezuelas, der sich über etwa 40.200 Quadratkilometer (rund 15.500 Quadratmeilen) Sumpfland erstreckt, wo sich der Orinoco in zahlreiche Arme verzweigt. Die Landschaft besteht aus einem dichten Netz von Wasserläufen, Inseln und Mangrovenwäldern, die bis zur Atlantikküste reichen.
Das Gebiet wurde 1884 als Bundesgebiet gegründet, um die abgelegenen östlichen Territorien Venezuelas besser zu verwalten. Es erhielt 1991 den Status eines vollwertigen Bundesstaates und gewann damit größere politische Eigenständigkeit.
Die Warao leben traditionell in Pfahlbauten, die sich über den Flussarmen erheben, und bewegen sich täglich mit kleinen Kanus zwischen den Siedlungen. Ihre Lebensweise ist eng mit den Gezeiten und Wasserständen verknüpft, was sich in ihrer Architektur und Tagesroutine zeigt.
Die meisten Fahrten innerhalb des Gebiets erfolgen mit dem Boot, da Straßen selten sind und viele Gemeinden nur über Wasser erreichbar sind. Tucupita, die Hauptstadt, ist mit dem Rest Venezuelas durch eine Überlandstraße verbunden, die bei Regen schwer befahrbar sein kann.
Der Orinoco teilt sich hier in mehr als zwei Dutzend Arme, die ein Labyrinth aus Inseln und Kanälen bilden, bevor das Wasser den Ozean erreicht. Die Mischung aus Süß- und Salzwasser schafft Übergangslebensräume, in denen Pflanzen und Tiere beider Welten nebeneinander vorkommen.
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