Orinoco Belt, Ölfeld im östlichen Venezuela
Das Orinoco-Ölfeld erstreckt sich über 55.000 Quadratkilometer im Osten Venezuelas und enthält riesige Vorkommen an extraschwerer Rohölsorte mit hoher Viskosität. Die Ablagerungen liegen in sandigen Schichten unterhalb der Llanos-Ebenen zwischen den Bundesstaaten Monagas, Anzoátegui, Guárico und Delta Amacuro.
Standard Oil bohrte 1936 die erste Erkundungsbohrung La Canoa-1 und erschloss damit die unterirdischen Ölvorkommen in dieser Region. In den 1970er Jahren bestätigten weitere geologische Studien die Größe der Lagerstätten und leiteten die industrielle Erschließung durch PDVSA ein.
Die Entwicklung des Orinoco-Gürtels veränderte die Wirtschaftsstruktur Venezuelas und etablierte die Erdölproduktion als wichtigste nationale Industrie.
Die Förderanlagen verteilen sich auf vier Produktionsblöcke namens Boyacá, Junín, Ayacucho und Carabobo, die jeweils mehrere tausend Quadratkilometer umfassen. PDVSA betreibt die Infrastruktur gemeinsam mit internationalen Partnerfirmen über langfristige Kooperationsverträge.
Das extraschwere Rohöl aus diesem Gebiet enthält mehr als 1,2 Billionen Barrel nachgewiesene Reserven und bildet damit die größte bekannte Ansammlung fossiler Brennstoffe weltweit. Die schwarze, dickflüssige Substanz muss vor dem Transport erhitzt oder mit leichterem Öl vermischt werden, da sie bei normaler Temperatur kaum fließt.
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