Quinta Mamá, Historische Residenz in Chacao, Venezuela
Quinta Mamá ist eine vierstöckige Villa in Chacao, einem Bezirk im Osten von Caracas, Venezuela, die mit Art-Déco-Ornamenten und einer schiffsähnlichen Außenform gestaltet wurde. Das Gebäude verfügt über großzügige Räume, darunter einen Bibliotheksbereich und eine Diskothek.
Das Haus wurde in den 1950er Jahren während der Amtszeit von Marcos Pérez Jiménez errichtet, der Venezuela von 1952 bis 1958 regierte, und diente als Wohnsitz seiner Mutter und seines Bruders. Nach dem Ende seiner Herrschaft wurde die Villa aufgegeben und verfiel im Laufe der Jahrzehnte.
Das Haus spiegelt den Geschmack wohlhabender Venezolaner der 1950er Jahre wider, wie man an den geometrischen Ornamenten und der schiffsförmigen Fassade noch heute erkennen kann. Dieser architektonische Stil war in jener Zeit ein Zeichen von Reichtum und sozialem Ansehen.
Das Anwesen befindet sich in der Calle Mohedano in Chacao, östlich des Stadtzentrums von Caracas, in der Nähe des Caracas Country Club. Das Gebäude steht seit Jahren leer, daher ist der Zugang zum Inneren nicht möglich.
Das Anwesen verfügt über einen gitarrenförmigen Swimmingpool und einen Weinkeller, der als Luftschutzbunker dienen sollte und angeblich von einem Palast in Istanbul inspiriert wurde. Diese Kombination aus dekorativem Überschwang und militärischer Vorsicht macht das Gebäude zu einem der ungewöhnlichsten Privathäuser Venezuelas.
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