Svalbard Global Seed Vault, Saatgutbank in Longyearbyen, Norwegen
Der Svalbard Global Seed Vault ist ein Saatguttresor in einer Bergkammer bei Longyearbyen in Norwegen, der genetisches Material von Nutzpflanzen konserviert. Das unterirdische System besteht aus drei gekühlten Räumen, die 130 Meter tief im Fels liegen und ganzjährig bei minus 18 Grad Celsius gehalten werden.
Der Tresor wurde am 26. Februar 2008 eröffnet, nachdem die Bauarbeiten im Juni 2006 begonnen hatten. Die Anlage entstand aus der Sorge heraus, dass Saatgutbanken weltweit durch Naturkatastrophen oder Konflikte verloren gehen könnten.
Die Anlage dient als Sicherungskopie für Saatgutsammlungen aus Ländern der ganzen Welt und bewahrt damit die Grundlage der Ernährungssicherheit künftiger Generationen. Obwohl Besucher das Innere nicht betreten können, ist die Bedeutung dieser Arbeit durch das erleuchtete Eingangsportal am Berg sichtbar, das nachts weithin leuchtet.
Die Anlage ist nicht für Besucher geöffnet, da sie als hochsicherer Lagerraum konzipiert wurde. Man kann jedoch vom äußeren Bereich den beleuchteten Eingang sehen, der sich als dreieckiges Betonportal am Berghang abzeichnet.
Im Jahr 2015 wurden zum ersten Mal Samen aus dem Tresor freigegeben, als Syrien Ersatzproben anforderte, um verlorenes Material einer Genbank während des Krieges zu ersetzen. Die Freisetzung erfolgte genau nach den vorgesehenen Verfahren und bewies, dass das System im Ernstfall funktioniert.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.