Manaslu, Berg im Distrikt Gorkha, Nepal
Manaslu ist ein Gipfel aus Granit im Distrikt Gorkha in Nepal, der sich auf 8163 Meter über dem Meeresspiegel erhebt und damit den achthöchsten Punkt der Erde markiert. Die Masse des Berges dominiert die Landschaft der Region Mansiri Himal und zeigt schroffe Felswände sowie weitläufige Gletscher, die von der Basis bis zum Gipfel verlaufen.
Japanische Bergsteiger Toshio Imanishi und Gyalzen Norbu erreichten am 9. Mai 1956 als erste den Gipfel und begründeten eine lange Tradition japanischer Expeditionen zu diesem Berg. Mehrere frühere Versuche waren gescheitert, bevor diese Route durch die Nordostflanke den Erfolg brachte.
Manaslu stammt vom Sanskritwort manasa ab, das Intellekt oder Seele bedeutet, und wird mit „Berg des Geistes“ übersetzt. Auf Tibetisch heißt er Kutan l, wobei tang einen flachen Ort bezeichnet. Auch der Name Kutang ist gebräuchlich; die japanische Presse nannte ihn nach den wiederholten japanischen Expeditionen lange den „japanischen Berg“.
Der 177 km lange Manaslu-Trekkingrundweg wurde erst 1991 für Trekker geöffnet und folgt einer alten Salzhandelsroute entlang des Budhi Gandaki. Sein höchster Punkt ist der Larkya La auf 5.106 m. Die Route führt durch Gelände, das während des Monsuns zu Erdrutschen neigt; Unterkühlung, Höhenkrankheit und Begegnungen mit Yaks sind häufige Gefahren.
Einen falschen Gipfel kurz unter dem echten meldete 1956 das Team des Japanese Alpine Club. 1974 erinnerte sich die Bergsteigerin Masako Uchida an den Hinweis und ging an einem Sherpa vorbei, der den falschen Gipfel für den Gipfel hielt, um den echten zu erreichen. Der deutsche Berghistoriker Eberhard Jurgalski stellte später fest, dass viele Bergsteiger der 2000er und 2010er Jahre am sogenannten „anerkannten Gipfel“ haltmachten.
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