Tabon-Höhlen, Archäologischer Höhlenkomplex in Quezon, Philippinen.
Die Tabon-Höhlen bilden ein Kalksteinlabyrinth mit mehreren Kammern, in denen skelettierte Überreste, Werkzeuge aus Stein und Keramikscherben aufbewahrt werden, die von menschlicher Besiedlung über Jahrtausende zeugen. Die oberirdischen Eingänge öffnen sich in Gänge, die zu niedrigen Gewölben führen, wobei einige Bereiche künstliche Beleuchtung und Holzstege aufweisen.
Ausgrabungen in den 1960er-Jahren legten Knochenfragmente und Steinwerkzeuge frei, die Anthropologen dazu veranlassten, die Daten menschlicher Besiedlung in der Region neu zu bewerten. Spätere Kampagnen brachten Keramikgefäße und Grabstätten ans Licht, die verschiedene kulturelle Schichten über Tausende von Jahren hinweg dokumentieren.
Der Name Tabon stammt aus einer lokalen Sprache und bezeichnet einen Vogel, der in den Höhlen nistet. Besucher sehen heute Vitrinen mit Grabbeigaben, die zeigen, wie frühe Gemeinschaften ihre Toten mit Keramikgefäßen und Werkzeugen begruben.
Die Führungen starten von einem Besucherzentrum aus und beinhalten Wanderungen über unebene Pfade mit Stufen, die in die Kammern hinabführen. Taschenlampen und Helme werden manchmal bereitgestellt, festes Schuhwerk mit Profil ist wegen rutschiger Felsen erforderlich.
Über 200 miteinander verbundene Kavernen liegen innerhalb des Gebiets verteilt, doch die meisten bleiben für die Öffentlichkeit geschlossen, während Forscher weiterhin Schichten freilegen. Nur ein kleiner Abschnitt wurde für Rundgänge eingerichtet, wobei die restlichen Kammern aktive Grabungsstätten bleiben.
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