Mosteiro dos Jerónimos, Gotisches Kloster in Belém, Portugal
Das Mosteiro dos Jerónimos ist ein weitläufiges Kloster in Belém am Ufer des Tejo, das für seine fein gearbeiteten Steinmetzarbeiten und maritimen Symbole bekannt ist. Die großen Kreuzgänge im Innenhof zeigen schlanke Säulen und reichlich verzierte Bögen, die typisch für die portugiesische Architektur jener Zeit sind.
Die Bauarbeiten begannen 1502 und wurden durch Steuern aus dem Indienhandel finanziert, die über den Hafen von Lissabon flossen. Das Kloster wuchs über fast ein Jahrhundert hinweg und wurde zum Sinnbild einer Epoche, in der Portugal eine führende Seemacht war.
Der Name des Klosters leitet sich vom Hieronymitenorden ab, dem die Mönche angehörten, die hier über Jahrhunderte lebten und beteten. Heute kommen Besucher vor allem, um die Gräber berühmter Persönlichkeiten zu sehen und die weitläufigen Kreuzgänge zu erkunden, die noch immer einen Eindruck von klösterlicher Ruhe vermitteln.
Festes Schuhwerk erleichtert das Gehen auf den teils unebenen Steinböden und engen Treppen im Inneren. An sonnigen Tagen kann der Innenhof sehr warm werden, daher empfiehlt sich ein Besuch am Morgen oder späten Nachmittag.
Die Kalksteinfassade verändert ihre Farbe im Laufe des Tages, von blassem Gelb am Morgen bis zu warmem Ocker bei Sonnenuntergang. Diese lebendige Wirkung entsteht durch die poröse Struktur des Steins und den Stand der Sonne über dem Tejo.
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