Peștera cu Oase, Archäologische Höhle in Anina, Rumänien
Peștera cu Oase ist eine archäologische Höhle im Naturpark Cheile Nerei–Beușnița nahe Anina in den Südkarpaten Rumäniens. Zwölf Galerien und Kammern ziehen sich durch den Kalksteinfels der Region Caraș-Severin und bilden ein weit verzweigtes System unter der Erde.
Höhlenforscher entdeckten 2002 die ältesten Überreste moderner Menschen in Europa, darunter einen Unterkiefer, der auf etwa 40.000 Jahre vor heute datiert wurde. Diese Funde setzten neue Maßstäbe für das Verständnis der Besiedlungsgeschichte des Kontinents.
Die Knochenreste zeigen genetische Spuren von Vermischungen zwischen modernen Menschen und Neandertalern, die Wissenschaftler durch direkte DNS-Analysen nachweisen konnten. Solche Hinweise auf Kontakt zwischen beiden Gruppen lassen sich an nur wenigen Orten in Europa so klar dokumentieren.
Die Höhle bleibt für die Öffentlichkeit geschlossen, weil Forscher weiterhin Analysen durchführen und die Fundstücke schützen müssen. Wissenschaftler koordinieren alle Aktivitäten vor Ort, um die empfindlichen Ablagerungen und Materialien zu bewahren.
Die Überreste aus dieser Höhle enthalten den höchsten Anteil an Neandertalergenen, der jemals in einem anatomisch modernen Menschen nachgewiesen wurde. Einige Knochen zeigen, dass diese Person zwischen sechs und neun Generationen zuvor einen Neandertalervorfahren hatte.
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