Gheorghe Tattarescu Museum, Kunstmuseum in Bukarest, Rumänien
Das Gheorghe Tattarescu Museum ist ein Kunstmuseum in einem gut erhaltenen Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert im Zentrum von Bukarest. Das Gebäude wurde wie eine traditionelle rumänische Gastwirtschaft gebaut und zeigt Gemälde, Grafiken sowie persönliche Gegenstände des Malers.
Das Haus wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Dimitrie Popescu erbaut und am 25. Mai 1855 für 1.231 Goldmünzen an Gheorghe Tattarescu verkauft. 1951 schenkte seine Nichte Georgeta Wertheimer es dem rumänischen Staat, und es wurde zum Gedenkmuseum. Tattarescu baute das Haus bis 1858 um und richtete ein Atelier sowie Zimmer für seine Schüler ein.
Tattarescu war ein Maler, der Kirchen in ganz Rumänien ausschmückte und damit das Aussehen religiöser Räume prägte. Seine Werke zeigen, wie Kunst damals Glauben und tägliches Leben miteinander verband.
Das Haus steht in der Domnița-Anastasia-Straße Nr. 7 im Zentrum Bukarests, wenige Schritte von der Calea Victoriei und dem Nationalen Geschichtsmuseum entfernt. Der Zugang führt durch einen überwölbten Gang von der Straße, die Haupttür liegt rechts des Durchgangs. Der Hof war mit Flusskieseln gepflastert; das Grundstück umfasst heute etwa 620 m² der ursprünglichen 950.
Auf der Mauer des Nachbarhauses, über einer Eichenbank in einem winzigen Garten, malte Tattarescu eine Landschaft mit Zypressen, weißen Schwänen und grünlichem Wasser, inspiriert von den Gärten von Tivoli. Bank und Gemälde sind noch heute vom Hof aus zu sehen.
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