Viminatium, Römische Ausgrabungsstätte bei Kostolac, Serbien
Viminacium ist eine römische Ausgrabungsstätte bei Kostolac, die auf einer Fläche von 450 Hektar Grundmauern von Tempeln, Straßen, Plätzen, Amphitheatern, Palästen, Hippodromen und Badeanlagen bewahrt. Die Anlage liegt am rechten Ufer der Donau und gibt Einblick in das städtische Leben einer römischen Provinzhauptstadt.
Die Siedlung wurde im Jahr 87 zur Hauptstadt der Provinz Moesia Superior erhoben und beherbergte bis ins 4. Jahrhundert das Lager der Legio VII Claudia Pia Fidelis. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen militärischen und wirtschaftlichen Knotenpunkt am Donaulimes.
Die Überreste der Badeanlagen zeigen Räume mit unterschiedlichen Temperaturen, in denen sich Soldaten und Bewohner nach römischem Brauch reinigten und trafen. Wandmalereifragmente an einigen Wänden deuten auf die Ausstattung hin, die solche Bäder für wohlhabende Nutzer bereithielten.
Der archäologische Park öffnet täglich von 9 bis 19 Uhr das ganze Jahr über, außer am 1. Januar, wobei Nachtbesuche nach Absprache möglich sind. Die weitläufige Anlage erfordert bequeme Schuhe und einige Stunden Zeit, um die wichtigsten Bereiche zu erkunden.
Archäologen haben bisher 16.000 Gräber freigelegt, was den Fundort zur römischen Ausgrabungsstätte mit der höchsten Zahl dokumentierter Bestattungen macht. Die Nekropolen erstrecken sich über mehrere Bereiche und geben Aufschluss über Bestattungsbräuche verschiedener sozialer Schichten.
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