Rum Kalesi, Archäologische Stätte und Burgruine in Nizip, Türkei.
Rumkale ist eine Burgruine und archäologische Stätte in der Provinz Gaziantep, die auf einem Kalksteinsporn hoch über dem Euphrat liegt. Das weitläufige Gelände umfasst mehrere Verteidigungsmauern, Kirchen und osmanische Gebäude, die sich über verschiedene Geländeniveaus entlang der steilen Felswände verteilen.
Im 13. Jahrhundert wurde Rumkale zum Verwaltungssitz des armenischen Patriarchats, bevor es 1293 nach langer Belagerung von den Mamluken eingenommen wurde. Vor dieser Zeit war der Felsen bereits von byzantinischen und früheren Gemeinschaften genutzt worden, was den Ort zu einem der am längsten bewohnten Punkte an diesem Abschnitt des Euphrats macht.
Rumkale zeigt heute noch syrisch-orthodoxe Kirchen neben osmanischen Bauten, die in die Felsen gehauen oder direkt auf dem Kalksteinfelsen errichtet wurden. Wer durch das Gelände geht, sieht, wie verschiedene Glaubensgemeinschaften denselben Ort für sich genutzt und verändert haben.
Die Festung ist am einfachsten mit Bootstouren vom nahegelegenen Halfeti oder Birecik aus zu erreichen, da sie hoch über dem Wasser thront und keine direkte Straßenanbindung hat. Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind empfehlenswert, da die Wege über unebenes Gelände, Stufen und Felsen führen.
Nach dem Bau des Atatürk-Staudamms in den 1990er Jahren stieg der Wasserstand des Euphrats so weit an, dass der Felsen nun fast wie eine Insel wirkt und nur noch per Boot erreichbar ist. Was einst eine Landverbindung war, wurde durch das Wasser abgeschnitten und veränderte damit den gesamten Charakter des Ortes für Besucher.
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