Yavuz-Sultan-Selim-Brücke, Straßen- und Eisenbahnbrücke über die Bosporus-Meerenge, Türkei
Die Yavuz-Sultan-Selim-Brücke erstreckt sich über den nördlichen Teil des Bosporus und verbindet auf einer Länge von 2164 Metern (etwa 7100 Fuß) die europäische mit der asiatischen Seite Istanbuls. Die Konstruktion trägt acht Fahrspuren für Kraftfahrzeuge sowie zwei Gleise für den Schienenverkehr und erhebt sich auf einer Höhe von 320 Metern (etwa 1050 Fuß) über dem Meeresspiegel.
Die Planungen für diesen dritten Bosporus-Übergang begannen in den frühen 2000er Jahren, um den wachsenden Verkehr zu bewältigen, und die Eröffnung erfolgte im Jahr 2016. Der französische Ingenieur Michel Virlogeux entwarf die Konstruktion unter Berücksichtigung der seismischen Anforderungen der Region.
Der Übergang erhielt seinen Namen nach dem osmanischen Herrscher des frühen 16. Jahrhunderts und steht zwischen den Schwarzmeerhäfen und dem historischen Stadtgebiet. Viele Einheimische nutzen ihn täglich für die Fahrt zwischen den beiden Kontinenten und durchqueren dabei eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt.
Die Durchfahrt unterliegt einer Mautpflicht, die nach Fahrzeugklasse gestaffelt ist, wobei Pkw 70 Türkische Lira entrichten. Wer sich dem Bosporus von Norden nähert, erkennt die Türme schon von weitem und kann die Überquerung in beide Richtungen nutzen.
Die Konstruktion verwendet 176 Schrägseile, von denen einige über einen halben Kilometer lang sind und bis zu 151 einzelne Litzen enthalten. Diese Kabel tragen das gesamte Gewicht der Fahrbahn und verleihen der Brücke ihre charakteristische Form über der Wasserstraße.
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