Operation Crossroads, Atomtestgelände im Bikini-Atoll, Marshallinseln
Diese Serie umfasste zwei nukleare Detonationen im Jahr 1946 auf dem Bikini-Atoll mit 95 Zielschiffen, die zur Bewertung der Waffenwirkung auf Marinefahrzeuge positioniert wurden. Die Tests fanden in der Lagune des Atolls statt, wobei eine Explosion in der Luft und eine unter Wasser durchgeführt wurden.
Die Vereinigten Staaten führten die ersten Atomtests nach dem Zweiten Weltkrieg durch und läuteten damit die Ära der Nuklearversuche im Pazifik ein. Diese frühen Experimente legten den Grundstein für jahrzehntelange Waffentests in der Region bis in die 1960er Jahre.
Die Bewohner des Atolls leben heute verstreut auf anderen Inseln und pflegen ihre Erinnerungen durch mündliche Überlieferungen und Gemeinschaftstreffen. Ihre Geschichten vom verlorenen Heimatland werden an jüngere Generationen weitergegeben und prägen das kollektive Gedächtnis der Gemeinschaft bis heute.
Das Gebiet bleibt aufgrund von Strahlungsrückständen stark eingeschränkt zugänglich und unterliegt kontinuierlicher Umweltüberwachung durch internationale Organisationen. Besucher benötigen spezielle Genehmigungen und müssen strenge Sicherheitsprotokolle befolgen, wenn sie sich der Zone nähern möchten.
Bei der Unterwasserdetonation entstand eine gewaltige Blase, die mehrere Kriegsschiffe anhob und eine radioaktive Wassersäule von etwa 1800 Metern Höhe erzeugte. Der dabei entstandene Nebel aus kontaminiertem Meerwasser bedeckte die gesamte Flotte und machte viele Schiffe dauerhaft unbenutzbar.
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