Bikar, Riff und Atoll in der Ratak-Kette, Marshallinseln
Bikar-Atoll ist ein Korallenatoll im Ratak-Kettenzug der Marshallinseln, das aus sechs kleinen Inselchen besteht, die von einem durchgehenden Riff umgeben sind. Das Atoll hat eine rautenförmige Gestalt und eine Lagune, die über einen schmalen Durchgang an der Westseite zugänglich ist.
Das Atoll wurde 1885 vom Deutschen Reich annektiert und in die Verwaltung der Jaluit-Gesellschaft eingegliedert, die damals weite Teile der Marshallinseln kontrollierte. Nach dem Ersten Weltkrieg ging die Kontrolle über die Marshallinseln an Japan über, das unter dem Völkerbundmandat die Region verwaltete, bis die USA sie nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen.
Bikar ist eines der wenigen Atolle im Pazifik, das kaum von Menschen berührt wurde und heute als Nistplatz für viele Seevögelarten dient. Wer das Atoll besucht, kann beobachten, wie Meeresschildkröten an den Stränden an Land kommen, was in so ungestörter Form an nur wenigen Orten der Welt möglich ist.
Das Atoll ist ausschließlich per Boot erreichbar und verfügt über keine regulären Verbindungen oder Infrastruktur für Besucher. Eine sorgfältige Vorbereitung ist unerlässlich, da man sich auf abgelegene Bedingungen, begrenzte Vorräte und wetterabhängige Überfahrten einstellen muss.
Obwohl Bikar ein tropisches Korallenatoll ist, herrscht dort ein ungewöhnlich trockenes Klima, das es von den meisten anderen Atollen im Pazifik unterscheidet. Diese Trockenheit hat zur Entstehung eines der letzten fast unberührten semi-ariden Atolle der Welt beigetragen.
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