Marokkanerkaserne, Militärkaserne im Bezirk Landstraße, Wien, Österreich
Die Marokkanerkaserne ist eine Militäranlage im Landstraße-Bezirk in Wien mit markanten architektonischen Merkmalen wie einem polygonalen Eckturm und Stufenportalen an der Fassade. Das langgestreckte Gebäude wird durch eine Gesimsgliederung strukturiert, die seinem äußeren Erscheinungsbild ein charaktervolles Aussehen verleiht.
Die Kaserne entstand 1913 als Ersatz für die Heumarkt-Kaserne und erhielt damit einen neuen Standort für militärische Operationen in Wien. Im Jahr 1921 übernahm die Alarmabteilung der Wiener Bundespolizei die Anlage für Ausbildung und Einsatzbereitschaft.
Die Kaserne trägt ihren Namen nach einem Freundschaftsvertrag zwischen Marokko und Österreich aus dem 18. Jahrhundert, der in der Straßenbezeichnung dieser Gegend fortlebt. Dieser historische Bezug ist für Besucher oft überraschend und verbindet das Gebäude mit einer weniger bekannten diplomatischen Geschichte Wiens.
Die Anlage beherbergt heute eine Sicherheitsakademie des Innenministeriums, die Grundausbildung und Fortbildungen für Bundespolizei und Verwaltungspersonal anbietet. Der Zugang zur Kaserne ist aus Sicherheitsgründen begrenzt, daher ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Ein marokkanischer Diplomat, der einen Freundschaftsvertrag mit Österreich unterzeichnete, lebte einst auf dieser Straße und eröffnete dort eine Botschaft. Dieser direkten historischen Verbindung zwischen dem Gebäude und der diplomatischen Geschichte ist sich heute kaum noch jemand bewusst.
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