Haus Portois & Fix, Jugendstil-Wohnhaus in Landstraße, Österreich
Haus Portois & Fix ist ein fünfgeschossiges Wohngebäude in der Landstraße, das durch eine Fassade mit grünen Keramikfliesen und Verkleidungen aus schwedischem Granit in den beiden unteren Geschossen besticht. Das Erdgeschoss beherbergt Geschäftsräume, während die oberen Etagen Wohnungen enthalten, die durch einen Holzaufzug und eine ornamentale Treppe erschlossen werden.
Das Gebäude wurde zwischen 1899 und 1901 von Architekt Max Fabiani entworfen und erbaut und war sein erstes Projekt in Wien für das Möbelunternehmen Portois & Fix. Der Bau markierte den Beginn von Fabianis erfolgreicher Karriere in der österreichischen Hauptstadt.
Die grünen Keramikfliesen an der Fassade stammen aus der berühmten Werkstatt von Zsolnay in Ungarn und zeigen das Baujahr MCM (1900) durch kunstvolle Fliesenanordnungen. Dieses Dekorationssystem macht das Haus zu einem besonderen Beispiel für den Austausch zwischen österreichischen und ungarischen Handwerkstechniken dieser Zeit.
Das Gebäude ist ein gut sichtbares Wahrzeichen in der Gegend und lässt sich leicht finden, wobei die markante grüne Fassade aus der Ferne erkennbar ist. Besucher können die Architektur von der Straße aus bewundern und die feinen Details der Fassade sowie die metallenen Fensterabdeckungen in Ruhe studieren.
Die Metalllaschen an den Fenstern sind mit Nieten befestigt und ahmen die Bewegung von Stoff nach, was dem Gebäude eine ungewöhnliche dreidimensionale Qualität verleiht. Dieses raffinierte dekorative Detail wird oft übersehen, bietet aber einen wertvollen Einblick in die handwerkliche Sorgfalt der damaligen Bauweise.
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