Palais Althan, Barockpalast in Landstraße, Österreich
Der Palais Althan war ein Barockpalast in der Wiener Landstraße, dessen Gebäudekomplex sich über beide Seiten der Barichgasse erstreckte. Mit seinem gewölbten Mansarddach und einer zentralen Kuppel, die an die Winterreitschule des Hofburgs erinnerte, dominierte er das Straßenbild des dritten Bezirks.
Joseph Emanuel Fischer von Erlach errichtete den Palast 1732 für Graf Gundacker von Althan auf einem Grundstück, das zuvor der Gräfin Maria Elisabeth Harrach gehört hatte. Die Herrscherfamilie nutzte das Gebäude als Residenz bis zu ihrer Auswanderung im späten 18. Jahrhundert.
Der Palast war ein Symbol der Macht und des Reichtums der Familie Althan in der Wiener Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Sein architektonisches Prestige strahlte die Stellung seiner Bewohner in der städtischen Hierarchie aus.
Der ehemalige Palastgrund war zwischen Barichgasse und Juchgasse im dritten Bezirk verteilt und erstreckte sich über mehrere Parzellen. Heute befinden sich an diesen Stellen Wohngebäude, die das ursprüngliche Areal ersetzen, weshalb Besucher vom Grundriss des früheren Palastes nur noch wenig vor Ort erkennen können.
Der Unternehmer Michael von Barich kaufte den Palast nach dem Wegzug der Familie Althan und parzellierte ihn zwischen 1842 und 1845 in 34 separate Grundstücke auf. Diese radikale Aufteilung verwandelte eines der großartigsten Barockgebäude Wiens in eine Wohnsiedlung und machte das Land für Mittelklasse-Bewohner zugänglich.
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