Maison Bacot, Art Nouveau Gebäude in Lüttich, Belgien.
Die Maison Bacot ist ein dreistöckiges Gebäude in Lüttich, das 1922 erbaut wurde und Merkmale des Art Nouveau und Art Deco vereint. Die Fassade ist mit sechzehn Sgraffito-Dekorationen bedeckt, die orangefarbene Körbe mit Orangen und Weinranken darstellen, die aus blauen Amphoren wachsen, ergänzt durch pyramidenförmig geschwungene blaue Säulen aus Beton.
Das Gebäude wurde 1922 vom Architekten Clément Pirnay entworfen und entstand in einer Zeit des stilistischen Übergangs nach dem Ersten Weltkrieg. Es markiert einen wichtigen Moment in der Liéger Architektur, als die geschwungenen Formen des Art Nouveau allmählich in die geometrischeren Linien des Art Deco übergingen.
Die Sgraffito-Arbeiten an der Fassade zeigen Körbe mit Orangen und Weinranken, die aus blauen Amphoren wachsen - ein dekoratives Thema, das handwerkliche Geschicklichkeit und lokale Kunsttraditionen verbindet. Diese Wandmalereien prägen bis heute das Erscheinungsbild der Straße und erzählen von der Handwerkskunst ihrer Zeit.
Das Gebäude steht an der Rue Dartois Nummer 42, an der Ecke zur Rue des Guillemins, wo es leicht zu finden ist. Das Erdgeschoss behält seine ursprüngliche kaufmännische Nutzung, während die oberen Stockwerke beste Sicht auf die dekorativen Details bieten.
An der Spitze des Gebäudes befindet sich eine schmiedeeiserne Krone in Pfeilform über der Inschrift 'Maison Gentry'. Dieses ungewöhnliche architektonische Element ist oft übersehen, obwohl es die kommerzielle Identität und den Ehrgeiz des ursprünglichen Eigentümers widerspiegelt.
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