Jerez de la Frontera, Provinzstadt in Andalusien, Spanien.
Jerez de la Frontera ist eine Stadt in der Provinz Cádiz im südwestlichen Andalusien, wo breite Boulevards auf verwinkelte Altstadtviertel treffen und Kirchtürme über flache Dächer ragen. Weiß getünchte Hausfassaden mit schmiedeeisernen Gittern prägen das Stadtbild, während sich in den Randbezirken moderne Wohn- und Gewerbegebiete anschließen.
Die Römer gründeten eine Siedlung in der Gegend, die später unter maurischer Herrschaft zu Sherish wurde, bis Alfons X. von Kastilien sie 1264 eroberte. Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt durch den Sherryhandel mit England zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum.
Der Name stammt vom maurischen Sherish und verweist auf die jahrhundertelange arabische Prägung, die noch heute in den engen Gassen und der weißen Architektur sichtbar wird. Flamenco-Gesang erklingt regelmäßig in kleinen Lokalen, während Tabancos als traditionelle Weinschenken eine zentrale Rolle im gesellschaftlichen Leben spielen.
Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei die meisten Bodegas und Sehenswürdigkeiten in etwa 20 Minuten Gehzeit voneinander entfernt liegen. Vormittags herrscht weniger Betrieb in den Gassen, während nachmittags viele Geschäfte für die Siesta schließen.
In den großen Bodegas reifen sich mehrere tausend Fässer in hohen Sälen, deren hohe Decken und spezielle Fenster für konstante Luftfeuchtigkeit sorgen. Die Fässer stehen nach dem Solera-System gestapelt, wobei jüngere Weine allmählich mit älteren vermischt werden, ohne dass Jahrgänge angegeben sind.
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