Los Alcornocales, Naturpark in Andalusien, Spanien
Los Alcornocales ist ein geschütztes Gebiet in Andalusien, das sich über die Provinzen Málaga und Cádiz erstreckt und tiefe Täler sowie ausgedehnte Eichenwälder umfasst. Die Landschaft wechselt zwischen steilen Hängen, feuchten Schluchten und Hochebenen, auf denen sich dichte Vegetation mit Felsbändern abwechselt.
Menschen bewohnen diese Gegend seit über 30.000 Jahren, wie Höhlenmalereien und Funde aus der Neandertaler-Zeit zeigen. Im Laufe der Jahrhunderte nutzten Römer, Mauren und Christen die Wälder als Grenze und Ressource.
Die Korkeichenwälder hier liefern seit Generationen Rohstoff für Flaschenverschlüsse und Handwerk, und Besucher sehen an den Stämmen die typischen ockerfarbenen Narben der Ernte. Die Schälung erfolgt von Hand mit einer Axt, wobei jeder Baum seinen eigenen Rhythmus hat und über Jahrzehnte gepflegt wird.
Die drei Besucherzentren liegen nördlich von Algeciras, bei Alcalá de los Gazules und in Cortes de la Frontera und bieten Karten sowie Auskünfte zu Wanderwegen. Viele Wege sind unbefestigt und können nach Regen rutschig werden, festes Schuhwerk ist ratsam.
Der Park beherbergt vierzig Farnarten, darunter Psilotum nudum, das außerhalb der südlichen Hemisphäre sonst nirgends vorkommt. Diese kleine Pflanze wächst hier in feuchten Felsspalten und zeigt, wie ungewöhnlich das Mikroklima in manchen Schluchten ist.
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