Peñón de Vélez de la Gomera, Seefestung und Halbinsel nahe Melilla, Spanien
Peñón de Vélez de la Gomera ist eine befestigte Halbinsel an der marokkanischen Mittelmeerküste, die sich über 400 Meter von Nordwesten nach Südosten erstreckt und an manchen Stellen 100 Meter breit ist. Die felsige Landspitze erhebt sich bis zu 87 Meter über dem Meeresspiegel und trägt an ihrer Südseite die Reste einer alten Befestigung mit Mauern und Bastionen.
Spanische Truppen unter Pedro Navarro eroberten die Festung 1508, um Piratenangriffe auf die Handelsrouten im westlichen Mittelmeer zu unterbinden. Berberkämpfer eroberten das Fort 1522 zurück und hielten es bis 1564, als spanische Einheiten es erneut einnahmen und seitdem dort stationiert blieben.
Die Festung trägt ihren Namen zu Ehren von García de Toledo und erinnert an die Zeit, als spanische Seestreitkräfte die nordafrikanische Küste verteidigten. Heute steht hier eine kleine Garnison, die in den Kasernen der alten Festung lebt und die militärische Tradition aufrechterhält.
Die Halbinsel ist eine militärische Anlage und daher nicht für Zivilisten zugänglich. Wer mehr über den Ort erfahren möchte, kann ihn vom marokkanischen Festland aus betrachten oder Luftaufnahmen und historische Dokumente in Bibliotheken konsultieren.
Ein schmaler Sandstreifen von nur 85 Metern verbindet die Festung mit dem marokkanischen Festland und bildet damit eine der kürzesten Landgrenzen der Welt. Stürme und Strömungen verändern den Strand immer wieder, sodass die Verbindung manchmal bei Hochwasser unterbrochen wird.
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