Casa Milà, Modernistisches Wohngebäude im Stadtteil Eixample, Barcelona, Spanien
La Pedrera ist ein Wohnhaus im modernistischen Stil mit acht Stockwerken im Stadtteil Dreta de l'Eixample in Barcelona, Spanien, das durch seine geschwungene Natursteinfassade auffällt. Die Konstruktion umfasst zwei Innenhöfe, die Tageslicht in alle Wohnungen bringen, während schmiedeeiserne Balkone der Straßenfront eine organische Formensprache verleihen.
Der Bauherr Pere Milà beauftragte Antoni Gaudí mit dem Entwurf einer Wohnanlage am Passeig de Gràcia, deren Bau sich zwischen 1906 und 1912 vollzog. Die fertiggestellte Konstruktion löste in der damaligen Gesellschaft Barcelonas kontroverse Reaktionen aus, weil sie mit allen gängigen Regeln symmetrischer Stadtarchitektur brach.
Der Name Casa Milà stammt vom ursprünglichen Auftraggeber Pere Milà i Camps, während die Bewohner der Stadt das Gebäude wegen seiner wellenförmigen Fassade schon früh La Pedrera (Der Steinbruch) nannten. In den oberen Etagen erleben Besucher rekonstruierte Wohnungen aus den 1920er-Jahren mit Originaleinrichtung, die zeigen, wie wohlhabende Familien im frühen zwanzigsten Jahrhundert in Barcelona wohnten.
Die oberen Stockwerke und das Dachgeschoss sind täglich für Besucher zugänglich, mit längeren Abendöffnungszeiten zwischen März und November. Im unteren Teil organisieren die Betreiber wechselnde Ausstellungen zur katalanischen Architektur und zum gesellschaftlichen Leben Barcelonas im frühen zwanzigsten Jahrhundert.
Auf dem Dachgeschoss stehen dreißig Schornsteine, die Gaudí als anthropomorphe Skulpturen formte und mit Keramikbruchstücken bedeckte, sodass sie von weitem wie Wächter wirken. Ihre hohle Konstruktion ermöglicht gleichzeitig eine natürliche Luftzirkulation durch das gesamte Gebäude, ohne dass technische Lüftungssysteme eingebaut werden mussten.
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