Iglesia Catedral de Santa María, katholische Kathedrale in Sevilla, Spanien
Die Kathedrale von Sevilla ist ein gotischer Bau aus hellem beigem Stein; ihr gotischer Teil misst 126 m Länge, 76 m Breite und 36 m Höhe im Mittelschiff, 40 m in der Vierung. Die Fassade zeigt ein Spitzbogenportal unter steilem Giebel, Reihen skulptierter Figuren in Nischen, ein großes Rundfenster mit Maßwerk, schlanke Strebepfeiler und zahlreiche dünne Spitzen.
Der Bau begann im Jahr 1402 auf dem Grundstück einer ehemaligen Moschee und dauerte über ein Jahrhundert. Das alte Minarett wurde in den Turm Giralda umgewandelt, der noch heute als Glockenturm dient.
Der Name der Kirche leitet sich vom Sitz des Erzbischofs ab, während im Inneren zahlreiche Kapellen Heiligenbilder und Kerzen zeigen, die Gläubige entzünden. Besondere Andacht gilt der Prozession zu religiösen Feiertagen, wenn geschmückte Figuren durch das Hauptschiff getragen werden.
Der Eintritt erfolgt über mehrere Portale, wobei eine breite Rampe auch Rollstuhlfahrer ins Innere führt. Für die Besichtigung der verschiedenen Bereiche sollte man mindestens eine Stunde einplanen.
Im Chorgestühl finden sich über 100 geschnitzte Sitze mit Misericordien, auf denen sich die Geistlichen während langer Zeremonien abstützen konnten. Diese kleinen Stützen zeigen oft humorvolle oder alltägliche Szenen, die sich vom feierlichen Rahmen abheben.
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