Alcazaba, Maurische Festung auf Küstenhügel in Salobreña, Spanien
Die Alcazaba von Salobreña ist eine mittelalterliche Burganlage, die auf einem steilen Felshügel über dem weißen Dorf Salobreña an der andalusischen Küste liegt. Die Anlage besteht aus Verteidigungsmauern, mehreren Türmen und einem zentralen Wohnbereich, der auf verschiedenen Geländestufen angeordnet ist.
Die Burg wurde unter dem Nasridenreich errichtet und diente zunächst als königliche Sommerresidenz der Herrscher von Granada. Nach der Reconquista wurde die Anlage als Staatsgefängnis genutzt, bevor sie schließlich aufgegeben wurde.
Die Alcazaba zeigt maurische Bautechniken, die noch heute in den Mauern und Türmen gut erkennbar sind, da spätere christliche Eingriffe nur wenige Spuren hinterlassen haben. Besucher können beobachten, wie Schießscharten, enge Durchgänge und der Grundriss der Burg auf eine militärische Verteidigungslogik ausgerichtet sind.
Der Aufstieg zur Burg verläuft über unebene Pfade und Treppen durch das Dorf, daher ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Im Sommer sollte man früh morgens oder am späten Nachmittag kommen, da der Fels wenig Schatten bietet.
Die Alcazaba wurde von den Nasridenkönigen als Sommerresidenz genutzt, doch diente sie auch als Gefängnis für hochrangige Gefangene, darunter Mitglieder der königlichen Familie selbst. Dieser Doppelcharakter als Palast und Kerker ist im Gebäude bis heute ablesbar.
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