Canal de Alfonso XIII, Schifffahrtskanal in Sevilla, Spanien
Der Canal de Alfonso XIII ist ein künstlicher Wasserweg, der sich über etwa 13 Kilometer durch Sevilla erstreckt und das Stadtgefüge durchteilt. Zwei Schleusen ermöglichen es Schiffen, zwischen dem Hafen und dem Guadalquivir zu fahren, während ein 800 Meter langer Hafenarm für den Handelsverkehr vorgesehen ist.
Der Kanal entstand 1946 als künstliche Umleitung des ursprünglichen Guadalquivir-Flusslaufs, um die Stadt vor wiederkehrenden Überschwemmungen zu schützen. Das Wasser wurde nach Westen umgeleitet, weg von der Tablada-Sandbank, die regelmäßig Probleme verursacht hatte.
Die vier großen Brücken über dem Kanal, darunter die Triana- und die San Telmo-Brücke, verbinden verschiedene Stadtteile miteinander. Diese Übergänge sind heute wichtige Orientierungspunkte im Alltag der Bewohner und prägen das Gesicht der Stadt.
Das Kanalsystem wird durch unterirdische Leitungen reguliert und ist von öffentlichen Wegen aus einsehbar, die entlang des Wassers führen. Der Zugang ist einfach, und Besucher können die verschiedenen Brückenübergänge nutzen, um das Gebiet zu erkunden.
Der Meandro de San Jerónimo ist ein Bereich des Kanals, der eine Wasserbehandlungsanlage und umfangreiche Grünflächen für die Öffentlichkeit enthält. Diesen ruhigen Raum übersehen viele Besucher, obwohl er einen Kontrast zum geschäftigen Hafen bietet.
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