Capilla de la Virgen del Carmen, Katholische Kapelle im Stadtteil Triana, Sevilla, Spanien.
Die Capilla de la Virgen del Carmen ist eine Kapelle im Viertel Triana in Sevilla, die durch ihre ungewöhnliche Form auffällt: Ein niedriger, runder Bau mit einer keramikverkleideten Kuppel ist über einen rechteckigen Durchgang mit einem hohen Glockenturm verbunden. Die Fassade ist reich mit Keramikarbeiten verziert, und im Inneren befinden sich Skulpturen der Heiligen Justa und Rufina.
Die Kapelle wurde zwischen 1924 und 1928 vom Architekten Aníbal González errichtet, um eine ältere Kapelle zu ersetzen, die beim Ausbau der Brückeneinfahrt abgerissen worden war. Das neue Gebäude entstand im regionalistischen Stil, der damals in Sevilla weit verbreitet war.
Die Kapelle ist eng mit der Gemeinschaft der Schiffer und Matrosen verbunden, die die Jungfrau del Carmen als ihre Schutzpatronin verehren. Religiöse Prozessionen zu Ehren der Jungfrau gehören noch heute zum Alltag des Viertels Triana.
Die Kapelle liegt im Viertel Triana, westlich des Flusses, und ist gut zu Fuß zu erreichen, wenn man die Uferstraße entlanggeht. Ein Besuch am frühen Morgen lohnt sich besonders, da das Licht die Keramikdetails der Fassade gut zur Geltung bringt.
Obwohl Aníbal González vor allem für seine Arbeit an der Iberoamerikanischen Ausstellung 1929 bekannt ist, zeigt dieses kleinere Gebäude, wie er denselben regionalistischen Stil auch in sakralen Bauten einsetzte. Die runde Grundform der Kapelle ist in Sevilla eher selten und hebt den Bau von den meisten anderen Kapellen der Stadt ab.
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