Palacio del Marqués de la Motilla, Neugotischer Palast im Zentrum von Sevilla, Spanien.
Der Palacio del Marqués de la Motilla ist ein Stadtpalast an der Ecke der Straßen Laraña und Cuna in der Innenstadt von Sevilla, der heute als Hotel genutzt wird. Das Gebäude wurde im neugotischen Stil errichtet und verfügt über einen hohen Backsteinturm mit Zinnen, schrägen Mauern und Steinparapeten, die auf Kragsteinen ruhen.
Das Gebäude wurde zwischen 1921 und 1931 nach Plänen des italienischen Architekten Gino Coppedè errichtet, der für seinen eklektischen Stil bekannt war. Der Bau fällt in eine Zeit, in der in Sevilla große städtische Veränderungen im Vorfeld der Iberoamerikanischen Ausstellung von 1929 stattfanden.
Der Palazzo fällt sofort durch seinen Backsteinturm mit Zinnen auf, der sich vom umliegenden Stadtbild deutlich abhebt. Innen ist der gotische Stil mit regionalen Elementen verwoben, was man in den Bögen und Wanddetails gut erkennen kann.
Das Gebäude liegt an einer gut sichtbaren Ecke im Stadtzentrum und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Wer das Hotel nicht als Gast besucht, kann die Fassade mit dem Turm und den Steindetails trotzdem gut von außen besichtigen.
Gino Coppedè ist vor allem für das Quartiere Coppedè in Rom bekannt, ein Wohnviertel voller fantasievoller Gebäude mit ähnlichen neugotischen und eklektischen Elementen. Dieser Palast in Sevilla ist eines der wenigen Werke, die er außerhalb Italiens hinterlassen hat.
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