Ornes, französische Gemeinde
Ornes ist eine Gemeinde in der Meuse-Region Frankreichs, die heute unter 10 Einwohnern zählt und sich über mehr als 18 Quadratkilometer erstreckt. Der Ort wird von Wäldern und Seen geprägt, und an mehreren Stellen sind noch Spuren der Vergangenheit sichtbar.
Das Dorf wurde 1916 während der Schlacht von Verdun vollständig zerstört und lag mehr als ein Jahr unter deutscher Besatzung. Nach der Rückeroberung durch Frankreich 1917 beschloss man, Ornes nicht wiederherzustellen, da das Gelände noch mit Munition kontaminiert war.
Der Name Ornes leitet sich von dem kleinen Fluss ab, der hier entspringt und durch die Gegend fließt. Das Dorf war vor dem Krieg ein einfaches Bauerndorf, in dem Menschen Getreide anbauten und Tiere hielten, und diese ländliche Tradition prägt bis heute das Verständnis des Ortes.
Besucher können einem markierten Weg durch den Wald folgen, der zeigt, wo sich früher die Häuser, die Kirche und das Rathaus befanden. Es ist wichtig, auf den gekennzeichneten Wegen zu bleiben, da der Untergrund noch Spuren von Kriegsschäden enthält und potenziell unsicher sein kann.
Das Dorf wurde offiziell als "pour la France" (für Frankreich gestorben) erklärt und wird nicht wieder besiedelt, ein seltener Status, den nur wenige Orte in Frankreich tragen. Diese Entscheidung bedeutet, dass es eines der wenigen Dörfer ist, die bewusst als Gedenkstätte für die Kriegstoten erhalten bleiben.
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