Tranchée des baïonnettes, Kriegsdenkmal in Douaumont, Frankreich.
Die Tranchée des Baïonnettes ist ein Kriegsdenkmal nahe Douaumont, das über einen monumentalen Eingang und breite Aufgangsstufen zugänglich ist, die zu einem überdachten unterirdischen Graben führen. Die Gewehre mit aufgepflanzten Bajonetten ragen aus dem Boden des Grabens heraus und bilden das zentrale Element des Denkmals.
Im Jahr 1916 wurden während der Schlacht von Verdun in einem Schützengraben Gewehre mit aufgepflanzten Bajonetten entdeckt, die aus der Erde ragten und auf darunter liegende Soldaten hinwiesen. Das Denkmal wurde kurz nach dem Krieg errichtet, finanziert von einem amerikanischen Spender, um die Stelle dauerhaft zu schützen und zu kennzeichnen.
Die herausragenden Bajonette gelten in Frankreich als eines der bekanntesten Bilder des Ersten Weltkriegs und werden oft als Symbol für die anonymen Opfer der Kämpfe bei Verdun gesehen. Viele Besucher stehen schweigend vor dem Graben, was dem Ort eine stille, nachdenkliche Wirkung verleiht.
Das Denkmal liegt in der Nähe der Nekropole von Douaumont und ist über einen ausgeschilderten Fußweg in wenigen Minuten erreichbar. Festes Schuhwerk empfiehlt sich, da die Stufen zum überdachten Graben bei feuchtem Wetter rutschig sein können.
Sieben nicht identifizierte Soldaten liegen noch heute in dem Graben, während vierzehn identifizierte Leichen nach der Ausgrabung auf den Friedhof von Fleury überführt wurden. Obwohl das Denkmal den Eindruck erweckt, die Bajonette stünden an ihrem ursprünglichen Platz, wurden die Gewehre bei den Restaurierungsarbeiten neu aufgestellt.
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