Barbegal aqueduct, aqueduc à Arles (Bouches-du-Rhône)
Das Barbegal-Aquädukt ist eine römische Wasserleitung in der Nähe von Arles, die Wasser aus den Alpilles-Bergen in die Stadt brachte. Das System verband zwei Aquädukte mit 16 großen Wasserrädern, die Getreide zu Mehl mahlten und von der fließenden Wasserkraft angetrieben wurden.
Das Aquädukt und die Mühlen wurden im 2. Jahrhundert n.Chr. erbaut und funktionierten etwa 200 Jahre lang. Die Anlage gehörte zu den fortschrittlichsten Wasserkraftanlagen der antiken Welt und versorgte die Stadt Arles mit täglichen Lebensmitteln.
Der Name Barbegal stammt aus der lokalen Sprache und bezieht sich auf die Wassermühlen, die hier seit Jahrhunderten bekannt sind. Besucher können heute noch die Spuren dieser industriellen Anlage sehen und verstehen, wie wichtig die Wasserkraft für die damalige Gemeinschaft war.
Das Gelände liegt etwa 2 Kilometer südlich des Dorfes Fontvieille an der Route de l'Aqueduc und ist das ganze Jahr über kostenlos zugänglich. Der Zugang erfolgt über eine kurze Wanderung von etwa 250 Metern entlang der Aquäduktreste, wobei festes Schuhwerk empfohlen wird, da einige Bereiche überwachsen sind.
Das Barbegal-System war wahrscheinlich eines der größten Wasserkraftkomplexe der Antike und könnte täglich Mehl für etwa 40.000 Menschen produziert haben. Einige Experten vermuten, dass die Räder nicht nur zum Mahlen von Getreide verwendet wurden, sondern möglicherweise auch zum Sägen von Holz und Schneiden von Steinen für Bauprojekte.
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