Barbegal aqueduct and mills, Römische archäologische Stätte in Fontvieille, Frankreich
Der Barbegal-Aquädukt und die Mühlen bestehen aus zwei parallelen Reihen von insgesamt 16 Wasserrädern, die entlang eines Hangs angebracht sind und von Wasserleitungen aus den Alpilles gespeist werden. Das Wasser floss von oben nach unten durch die Räder, wobei jede Stufe Getreide mahlte, bevor das Wasser zur nächsten weitergeleitet wurde.
Die Mühlen wurden im 2. Jahrhundert n.Chr. erbaut, um die römische Stadt Arles mit Mehl zu versorgen und sind ein Beispiel für römische Ingenieurskunst. Die Anlage war etwa zwei Jahrhunderte lang in Betrieb, bevor sie wie viele antike Bauwerke in Vergessenheit geriet.
Die Anlage zeigt, wie römische Ingenieure Wasser nutzten, um große Mengen Mehl herzustellen und damit eine ganze Stadt zu versorgen. Diese praktische Lösung inspirierte später mittelalterliche Mönche und prägte das europäische Verständnis von Wasserkraft in der Produktion.
Das Gelände liegt etwa 12 Kilometer südlich von Arles und ist mit dem Auto über die Route de L'Aqueduc erreichbar, wo Parkplätze vorhanden sind. Von dort aus führt ein kurzer Fußweg durch Olivenhaine zur eigentlichen Anlage, wobei bequeme Wanderschuhe auf den unbefestigten Wegen hilfreich sind.
Die Anlage konnte täglich mehrere Tonnen Mehl mahlen und war damit das leistungsstärkste Industriezentrum der Antike. Dieser Produktionsumfang war für seine Zeit so bemerkenswert, dass er erst im 20. Jahrhundert durch Archäologen vollständig erkannt und gewürdigt wurde.
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