Musée Galliera, Modemuseum im 16. Arrondissement, Frankreich
Das Palais Galliera ist ein Museum für Mode und Bekleidungsgeschichte im 16. Arrondissement von Paris, das über 200.000 Stücke aus mehreren Jahrhunderten verwahrt. Die Sammlung umfasst Kleider, Schuhe, Hüte, Handschuhe, Fotografien und Zeichnungen, die in wechselnden Ausstellungen gezeigt werden.
Maria Brignole Sale De Ferrari beauftragte 1879 den Architekten Léon Ginain mit dem Entwurf dieses Palasts, den sie der Stadt Paris vermachte. Erst 1977 wurde das Gebäude zum Modemuseum umgewidmet und öffnete nach mehrjähriger Renovierung seine Säle für Wechselausstellungen.
Die regelmäßigen Ausstellungen zeigen Kleidungsstücke französischer Schneider und internationaler Modeschöpfer, die man in großen Vitrinen und nach Themen geordneten Sälen betrachten kann. In manchen Räumen hängen historische Kleider neben zeitgenössischen Entwürfen, wodurch sich Schnittführung und Stoffauswahl über Generationen hinweg vergleichen lassen.
Die Säle sind von Dienstag bis Sonntag zwischen 10:00 und 18:00 Uhr zugänglich, donnerstags bleibt das Haus bis 21:00 Uhr geöffnet. Wer sich für Textilkonservierung oder bestimmte Designer interessiert, findet in den Räumen mehrsprachige Informationstafeln und ein kleines Dokumentationszentrum.
Die Fassade aus behauenen Kalksteinblöcken wirkt wie ein klassisches Renaissancebauwerk, doch im Inneren trägt ein Stahlgerüst der Eiffel-Gesellschaft die Decken und Böden. Diese Kombination aus traditionellem Äußeren und industrieller Konstruktion zeigt den technischen Wandel im späten 19. Jahrhundert.
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