Hôtel Gaillard, Privatpalais im 17. Arrondissement von Paris, Frankreich
Das Hôtel Gaillard ist eine private Residenz im 17. Arrondissement von Paris mit Backsteinwänden und schlanken Türmchen, die sich von den Steingebäuden rund um den Place du Général-Catroux abheben. Das Gebäude wird heute vom Museum Cité de l'Économie genutzt, das seit 2019 Ausstellungen zur wirtschaftlichen Bildung zeigt.
Der Bankier Émile Gaillard beauftragte 1878 den Architekten Jules Février mit dem Bau dieser Renaissance-inspirierten Residenz, die sich am Château de Blois orientierte. Später erwarb die Banque de France das Anwesen 1919 und wandelte es in eine Bankfiliale um, während die charakteristische Architektur bewahrt blieb.
Das Haus war lange Zeit Heimat einer wertvollen Kunstsammlung mit mittelalterlichen und Renaissance-Werken, flämischen Wandteppichen und asiatischem Porzellan. Diese Objekte prägen bis heute das Verständnis dafür, wie wohlhabende Pariser Bürger ihre Häuser mit Kunstwerken gestalteten.
Das Gebäude ist von außen sichtbar und kann von der nahegelegenen Place du Général-Catroux aus betrachtet werden, wo man seine besonderen Merkmale leicht erkennt. Wer das Innere besichtigen möchte, sollte sich über die Besuchszeiten des Museums informieren, da das Gebäude nur im Rahmen von Ausstellungen zugänglich ist.
Das Gebäude wurde zwischen 1878 und 1882 erbaut und basiert bewusst auf dem Loire-Schloss Château de Blois, wodurch eine französische Renaissancearchitektur inmitten von Pariser Stadtarchitektur entstand. Dieses Vorbild war zur Zeit seiner Entstehung ein ungewöhnlicher Architekturansatz für eine Privatresidenz in der Hauptstadt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.