Museum Nissim de Camondo, Kunstgewerbemuseum im 8. Arrondissement, Frankreich
Das Musée Nissim de Camondo ist ein Kunstmuseum in einer Stadtvilla unweit des Parc Monceau im achten Arrondissement von Paris. Drei Stockwerke zeigen Möbel, Wandteppiche, Porzellan und kunstvolle Teppiche aus der Zeit Ludwigs des Sechzehnten.
Graf Moïse de Camondo ließ das Haus zwischen 1911 und 1914 nach Vorbildern aus dem 18. Jahrhundert errichten, um darin seine Sammlung zu zeigen. Nach dem Tod seines Sohnes Nissim im Jahr 1917 schenkte er alles dem französischen Staat.
Der Name ehrt Nissim de Camondo, einen im Ersten Weltkrieg gefallenen Flieger, dessen Vater das Haus und seine Sammlungen der französischen Kunstgemeinschaft überlassen hat. Die Räume zeigen, wie eine wohlhabende Pariser Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte und alte Handwerkskunst schätzte.
Das Haus öffnet von Mittwoch bis Sonntag zwischen zehn Uhr morgens und halb sechs abends. Führungen helfen, die Möbel und Objekte in ihrem ursprünglichen Zusammenhang zu verstehen.
Die Küche im Untergeschoss mit ihren Kupfertöpfen, Arbeitsflächen und Vorratsregalen wirkt noch immer wie ein aktiver Arbeitsbereich aus der Vorkriegszeit. Mehrere Räume geben Einblick in den Alltag des Hauspersonals, das hier tätig war.
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