Hôtel de Camondo, Privathaus im 8. Arrondissement, Paris, Frankreich.
Das Hôtel de Camondo ist eine Privatresidenz in der Rue de Monceau mit Second-Empire-Architektur, die durch feingearbeitete Steinfassaden und verzierte Details charakterisiert wird. Das dreistöckige Gebäude zeigt typische Merkmale des gehobenen Wohnbaus dieser Epoche mit symmetrischen Fassaden und aufwendigen Verzierungen.
1874 ließ der Finanzier Abraham Behor de Camondo (1829-1889) das Haus vom Architekten Denis-Louis Destors errichten; 1893 verkaufte Isaac de Camondo es an Gaston Menier (1855-1934), Senator von Seine-et-Marne und Direktor der Compagnie du Chocolat Menier, der wohl die Nebengebäude am Hof und das Straßengebäude bauen ließ. Auch dessen Sohn Gaston Georges Menier (1880-1933) wohnte hier. 1972, im Besitz einer Versicherung, war es durch ein Immobilienprojekt vom Abriss bedroht und wurde am 17. Oktober 1977 als Monument historique eingestuft.
Der Name erinnert an die Familie Camondo, sephardische Finanziers, die das Haus 1874 errichten ließen; Isaac de Camondo verkaufte es 1893 an Gaston Menier, Senator von Seine-et-Marne und Direktor der Compagnie du Chocolat Menier. Die Familie Menier, darunter sein Sohn Gaston Georges Menier, wohnte hier bis zu dessen Tod 1933. An der linken Mauer steht eine Plakette mit der Aufschrift „Wagram“, über der Tür die Nummer 61.
Das Gebäude beherbergt heute das Pariser Büro von Morgan Stanley; das Innere ist daher nicht zugänglich, die Fassade am 61 rue de Monceau ist jedoch vom Gehweg aus zu sehen. Achten Sie auf die Plakette „Wagram“ an der niedrigen linken Mauer und die Nummer 61 über der Tür. Die nächste Métro-Station liegt in den Straßen des 8. Arrondissements.
Das Gebäude wurde 1977 unter Denkmalschutz gestellt, nachdem es in den 1970er Jahren von Abrissplänen bedroht war. Diese formale Anerkennung erfolgte, nachdem Bedenken zur Bewahrung der architektonischen Qualität des Viertels aufkamen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.752 Mitwirkenden weltweit.