Cour d’appel de Colmar, Historisches Gerichtsgebäude in Colmar, Frankreich.
Das Gebäude der Berufungsgerichtshof zeigt einen Mittelbau mit zwei Flügeln, mit einer rustikierten Erdgeschossfassade und einem dreitürigen Portal mit Trommelsäulen. Die Struktur umfasst mehrere Geschosse mit symmetrischem Design, das für föderale Gerichtsgebäude dieser Ära typisch ist.
Das Gebäude wurde zwischen 1902 und 1906 als deutsches Gerichtsgebäude errichtet und wurde 1919 nach dem Ersten Weltkrieg zum französischen Berufungsgericht. Diese Umwandlung markierte die Rückkehr Elsass-Lothringens zu Frankreich und die Neugestaltung seiner Justizsysteme.
Das Interieur zeigt mythologische Figuren und volkstümliche Motive in den Fluren und der Repräsentationstreppe, die regionale künstlerische Traditionen widerspiegeln. Diese Dekoration erzählt von lokalen Handwerkstraditionen und dem Geschmack seiner Zeit.
Das Gebäude kann Montag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden, um seine architektonischen Merkmale und historischen Räume zu erkunden. Besucher sollten beachten, dass die Öffnungszeiten begrenzt sind und es sich um ein funktionierendes Gericht handelt, daher ist angemessene Kleidung empfehlenswert.
Die Stadt bezahlte 400.000 Mark, um das Gericht in Colmar zu halten, anstatt es nach Straßburg zu verlegen und Alsace als höchstes regionales Gericht zu sichern. Diese finanzielle Entscheidung zeigt, wie wichtig Colmar für die regionale Gerichtsbarkeit geblieben ist.
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