Colmar, Verwaltungszentrum im Haut-Rhin, Frankreich
Colmar ist ein Verwaltungszentrum im Département Haut-Rhin im Nordosten Frankreichs, durchzogen von Kanälen und gesäumt von Fachwerkhäusern mit bunten Fassaden. Die Stadt erstreckt sich auf einer Ebene nahe den Vogesen, mit Plätzen, Brücken und Kellereien, die das Ortsbild kennzeichnen.
Die Ansiedlung erhielt 1226 durch Kaiser Friedrich II. den Status einer Reichsstadt und kontrollierte fortan eigene Angelegenheiten. Der Vertrag von Nimwegen brachte 1679 den Übergang an Frankreich, was die politische und kulturelle Ausrichtung der Stadt nachhaltig veränderte.
Fachwerkfassaden säumen enge Gassen im Gerberviertel, wo einst Handwerker Tierhäute in den Wasserläufen bearbeiteten. Weinhandel und Weinbau prägen bis heute das städtische Leben, sodass lokale Winzer ihre Erzeugnisse in Gasthöfen und auf Märkten anbieten.
Die Bahnstation verbindet die Stadt mit Straßburg, Mülhausen und Basel, während Buslinien das Umland und die Quartiere erschließen. Fußwege und Radrouten erleichtern die Bewegung zwischen Zentrum, Kanalufern und Randvierteln.
Die Kommune verpachtet landwirtschaftliche Grundstücke an Bauern und verknüpft dabei Auflagen zum Umweltschutz mit der Nutzung. Dieses Modell verbindet kommunale Verwaltung mit ländlicher Bewirtschaftung und erhält kleinflächige Anbauflächen am Stadtrand.
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