Maison Pfister, Renaissancegebäude in Colmar, Frankreich
Das Maison Pfister ist ein Renaissance-Gebäude in Colmar mit einem markanten zweistöckigen Erkerfenster, einer hölzernen Galerie und einem oktagonalen Türmchen. Die Eckkonstruktion und die dekorativen Elemente prägen das südwestliche Ende der rue des Marchands.
Das Haus wurde 1537 von Ludwig Scherer, einem wohlhabenden Hutmacher aus Besançon, in Auftrag gegeben und mit Vermögen aus Geldhandel finanziert. Die Wahl dieses Architektenstils markierte einen Wendepunkt in der städtebaulichen Entwicklung Colmars.
Die bemalten Tafeln an der Fassade zeigen religiöse Szenen und Szenen des alltäglichen Lebens, die die Werte und Gesellschaftsstruktur des 16. Jahrhunderts in der Elsass widerspiegeln. Diese Mischung aus heiligen und weltlichen Motiven war typisch für wohlhabende Bürgerhäuser dieser Zeit.
Die Außenseite des Gebäudes ist täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr von der rue des Marchands aus einsehbar und für Fotos zugänglich. Da sich das Haus an einer viel besuchten Straßenecke befindet, ist es leicht zu finden und kann von mehreren Blickwinkeln beobachtet werden.
Das Gebäude war das erste Renaissance-Bauwerk Colmars und löste die damals übliche mittelalterliche Architektur ab. Dieser Stilwechsel wird deutlich, wenn man es mit den benachbarten älteren Häusern vergleicht.
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