Madonna im Rosenhag, Religiöses Gemälde aus dem 15. Jahrhundert im Dominikanerkloster, Colmar, Frankreich.
Die Madonna im Rosenhag ist ein Ölgemälde auf Holz von Martin Schongauer, das die Jungfrau Maria mit dem Christuskind auf dem Schoß zeigt, umgeben von roten Rosen und kleinen Vögeln, und heute in der ehemaligen Dominikanerkirche in Colmar hängt. Das Werk ist etwa 200 cm hoch und 114,5 cm breit und gilt als Altarretabel, das als historisches Monument eingestuft ist.
Das Gemälde entstand im Jahr 1473 und zeigt den Einfluss flämischer Maler wie Rogier van der Weyden, deren Werke Schongauer gut kannte. Es hing ursprünglich in der Kirche Saint-Martin in Colmar und wurde erst nach einem Diebstahl in den 1970er Jahren in die Dominikanerkirche verlegt.
Die roten Rosen und das goldene Gewand der Jungfrau folgen einer langen Tradition christlicher Bildsprache, in der Rot für Liebe und Passion steht. Die kleinen Vögel, die auf den Ästen sitzen, sind Stieglitze, ein Motiv, das in der religiösen Malerei dieser Zeit häufig vorkommt und auf die Passion Christi verweist.
Das Gemälde hängt im Chor der ehemaligen Dominikanerkirche im Zentrum von Colmar und ist zu Fuß vom Stadtzentrum aus gut erreichbar. Es empfiehlt sich, frühzeitig zu kommen, da der Ort vor allem zur Hauptreisezeit gut besucht ist.
Das Gemälde wurde 1972 aus der Kirche Saint-Martin gestohlen und erst 1973 in Basel wiedergefunden. Nach seiner Rückkehr entschieden die Behörden, es in die besser gesicherte Dominikanerkirche zu verlegen, wo es seitdem zu sehen ist.
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