Hôtel de ville de Colmar, Rathaus in Frankreich
Das Hôtel de ville de Colmar ist ein historisches Regierungsgebäude im Zentrum der Stadt mit neoklassizistischer Architektur aus dem späten 18. Jahrhundert. Es hat zwei Geschosse mit einer einfachen, symmetrischen Fassade aus weißem Stein, Säulen und einem dreieckigen Giebel mit dem Stadtwappen.
Der Ursprung des Gebäudes geht auf das Jahr 1775 zurück, als die Abtei Pairis ein Anwesen an der Rue des Clefs kaufte und ein neues Gebäude nach den Plänen des Architekten Gabriel-Ignace Ritter errichtete. Nach der Französischen Revolution wurde das Gebäude 1790 konfisziert und diente zunächst als Präfektur, bevor es 1866 zur Rathausverwaltung wurde.
Das Rathaus dient der lokalen Gemeinschaft als Ort für wichtige Lebensereignisse wie Eheschließungen und behördliche Angelegenheiten. Jedes Jahr finden vor der Gedenkplakette im Innenhof Zeremonien statt, um an gefallene Soldaten zu erinnern und die gemeinsame Geschichte lebendig zu halten.
Ein moderner Erweiterungstrakt aus dem Jahr 1982 bietet einen besseren Zugang für die Öffentlichkeit mit klaren Eingängen für Behördengänge. Das Gebäude ist leicht im Zentrum gelegen und kann zu Fuß erreicht werden, während die historische Fassade von außen betrachtet werden kann.
König Karl X. besuchte das Gebäude 1828 für zwei Tage und die Stadt bereitete eine aufwendige Empfangszeremonie mit temporären Innenumbauten vor, die danach vollständig rückgängig gemacht wurden. Die bronzierten Tritonenfiguren im Innenhof bleiben rätselhaft, da ihre genaue Bedeutung nie vollständig erklärt wurde.
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