Wasserturm, Neugotischer Wasserturm in Colmar, Frankreich.
Der Château d'eau de Colmar ist ein Wasserspeicherturm im neogotischen Stil, der sich in südlicher Lage der Stadt erhebt. Der Bau besticht durch spitzbogige Fenster und fein bearbeitete Details an der Steinfassade, die seinen künstlerischen Anspruch unterstreichen.
Der Bau entstand zwischen 1884 und 1886 nach Entwürfen des Architekten Victor Huen und des Ingenieurs Heinrich Grüner als Antwort auf Colmars wachsende Bevölkerung. Diese Periode war geprägt von technischen Neuerungen in der städtischen Wasserversorgung, die das Bauwerk praktisch umsetzt.
Der Turm trägt seinen Namen wegen seiner ursprünglichen Funktion zur Wasserversorgung, doch heute prägt sein markanter Anblick das Stadtbild von Colmar. Besucher bemerken, wie dieses Gebäude Teil der städtischen Identität geworden ist und ein Beispiel dafür zeigt, wie Infrastruktur auch schöne Architektur sein kann.
Die Wieße steht südlich des Zentrums an der Avenue Raymond-Poincaré und ist gut erreichbar, umgeben von einem öffentlichen Park mit Grünflächen. Der Ort eignet sich für einen Spaziergang durch die südlichen Stadtteile und bietet Möglichkeiten zur Erholung in der Nähe.
Das Gebäude behielt nach seiner Pensionierung von der Wasserversorgung eine zweite Funktion: Zwischen 1959 und 1985 bot es Sammlungen zur Naturgeschichte und Ethnografie Platz. Diese unerwartete Nutzung zeigt, wie Colmar seine historischen Gebäude für neue Zwecke adaptiert hat.
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