Pic de Marboré, Berggipfel im Nationalpark Ordesa und Monte Perdido, Spanien
Der Pico Marboré ist ein Berggipfel in den Pyrenäen, der auf der Grenze zwischen Spanien und Frankreich liegt und auf der spanischen Seite zum Nationalpark Ordesa y Monte Perdido gehört. Er ist Teil eines Gipfelkamms, der Monte Perdido und den Cylindre de Marboré verbindet, und besteht hauptsächlich aus Kalkstein mit steilen Flanken auf beiden Seiten.
Der Gipfel wurde 1865 von Henry Russell und Hippolyte Passet erstmals bestiegen, was einen frühen Meilenstein in der Erkundung der zentralen Pyrenäen darstellt. In jener Zeit zogen viele Bergsteiger aus ganz Europa in diese Region, um noch unerreichte Gipfel zu besteigen.
Der Pico Marboré liegt genau auf der Grenzlinie und gehört damit gleichzeitig zu zwei Ländern und zwei Schutzgebieten. Wer den Gipfel erreicht, steht buchstäblich mit einem Fuß in Spanien und dem anderen in Frankreich.
Der Aufstieg erfordert alpine Erfahrung, da die Route ausgesetztes Klettern auf Kalkstein beinhaltet und geeignete Ausrüstung unerlässlich ist. Die meisten Bergsteiger starten von der Hütte Goriz auf der spanischen Seite und planen in der Regel eine frühe Abreise, um das Gipfelwetter zu ihren Gunsten zu nutzen.
Der Pico Marboré liegt neben dem Cylindre de Marboré, einem nahezu senkrechten Turm, den viele Kletterer als schwieriger ansehen als den Hauptgipfel selbst. Die beiden Gipfel sind so nah beieinander, dass Kletterer oft beide an einem einzigen Tag angehen.
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